Samara: Mit der neuen Mutterschaft und einer Überproduktion kämpfen

Samara: Juggling New Motherhood and Overproduction

Lernen Sie Samara kennen- eine 28-Jägrige, gemeinschaftsorientierte Persönlichkeit, die sich in den letzten zwei Jahren intensiv mit dem Mixed-Heritage-Narrative beschäftigt  hat und mit ihrer Community Meleret Melanin unterpräsentierte Stimmen sichtbar macht. Wir haben mit ihr gesprochen,um einen ehrlichen Einblick zu bekommen, wie es wirklich ist, sich im Stillalltag zurechtzufinden- inklusive Milchmengen-Problemen, emotionaler Achterbahnfarhten und dem Jonglieren mit einem Gefrierschrank voller Muttermilch. 

F: Lass uns kurz etwas zeitlich zurückspulen. Du hast schon einmal erwähnt, dass deine Stillreise nicht gerade reibungslos begonnen hat. Was ist damals passiert?

Samara: Oh, es war von Anfang an total verrückt. Nach der Geburt kommt ein baby sozusagen mit einer Art "Lunchbox" zur Welt - das heiß, dass es biologisch darauf ausgelegt ist, die ersten 24 Stunden auch ohne Milch z überstehen, während sich die Mutter von der Geburt erholt. Das gibt eigentlich mehr Zeit, um das Stillen in Ruhe aufzubauen. 

Am nächsten Tag, als sie ihn wiegen mussten, wurde es dannach chaotisch. Im System gab es eine Verwechslung mit seinem geburtsgewicht, sodass es aussah, als hätte er gefährlich viel Gewicht verloren - war gar nicht stimmte. Trotzdem haben sie uns auf dieses extrem strenge Fütterungsprogram gesetzt: Abpumpen, winzige Schälchen, Pipetten, um sicherzugehen, dass er auch genug zu sich nimmt. Es war völlig überwältigend und im Nachhinein unnötig, denn später stelle sich heraus, dass sein Gewicht galsch eingetragen worden war. Aber zu diesen Zeitpunkt steckte ich schon mitten in dieser ganzen zusätzlichen Fütterungsroutine. 

F: Das hört sich unglaublich anstrengend an. Was ist passiert nachdem Sie gemerkt haben, dass es ein Fehler war?

Samara: Es war sehr frustrierend, aber auch irgendwie eine Erleichterung, als eine Krankenschwester den Fehler schließlich bemerkte. Sie war neu bei uns und hätte an dem Tag eigentlich gar nicht in unserem Zimmer sein sollen, aber ihre frischen Augen haben sofort gesehen, dass unser Plan völlig daneben war. 

Als wir dann zu Hause waren, stellte ich fest, dass all das Abpumpen mir eien Pberproduktion eingebracht hatte. Unser Gefrierschrank war voller Milch - das klingt erstmal nach einem guten Problem, aber die Überproduktion führte tatsächlich zu einer Brustentzündung und zilich starken Schmerzen. Es war ein endloser Kreislauft : Ich hatte zu viel Milch statt zu wenig. 

 

F: Wie haben Sie das alles gemeistert?

Samara: Es war nicht leicht. Es gab eine Nacht bei meinen Eltern, an der meine Mutter einspringen musste, nur damit ich zwischen den Fütterungen schlafen konnte. Aber ich habe beim Stillen durchgehalten, auch wenn es schmerzhaft und stressig war. Wenn die Milch kommt,ist das ein seltsames  Gefühl von Erleichterung und Unbehagen, und ich habe ernsthaft überlegt, eine Flasche einzuführen, nur um mir selbst eine Pause zu gönnen. Aber ich habe gezögert, weil das Stillen zu diesem Zeitpunkt einfach das Natürlichste war, was wir hatten. Es wäre schwer gewesen, das loszulassen. 

 

F: Wie bist du damit umgegangen, dass du einerseits eine Flasche ausprobieren anderseits aber beim Stillen bleiben wolltest?

Samara: Das ist eine heikle Balance. Wir haben die Flasche erst eingeführt, als wir sie wirklich brauchten, und bis dahin hatte sich meine Milchmenge eingependelt. Ich habe ständig Milch verloren - wie in diesen dramatischen Filmszenen, in denen jemand ein Getränk über dich verschüttet. Es war chaotisch und peinlich. Dann entwickelte ich auch noch eine Allergie und musste Medikamente einnehmen, was mich befürchten ließ, umzusteigen. Wir haben die Flasche probiert - und es hat überraschend gut funktioniert. das war eine riesige Erleichterung, besonders als ich zu krank war, um richtig zu stillen. 

F: Wie habt ihr es geschafft, dass das Fläschenfüttern sich für euch beide natürlich anfühlt?

Samara: Eigentlich nicht wirklich. Ehrlich gesagt war ich da ein bisschen territorial. Ich glaube, es wurde ein bisschen zu  einer Ego-Sache für mich - ich wollte diejenige sein, die ihm die Flasche gibt, vor allem, weil das Stillen so eine lange Reise gewesen war. Aber mein freund war toll- er hat die Milch erwärmt und mir diesen langen Nächten im Krankenhaus geholfen. Und all die Milch im Gefrierschrank machte plötzlich Sinn, als ich eine Pause brauchte. 

F: Und wie sieht es jetzt mit dem Stillen aus? Has du vor, etwas zu ändern?

Samara: Ich nehme es von Tag zu Tag. Wahrscheinlich werde ich noch mindestens ein Jahr weitermachen, aber ich steige auch langsam mehr auf das Fläschen um. Es fühlt scih natürlicher an, eine Mischung zu haben, je älter er wird, besonders da sich mein Körper wieder verändert. Ich habe gelernt, einfach mit dem zu gehen, was sich in dem Moment richtig anfühlt. 

 

F: Wie hat sich diese ganze Erfahrung deiner sicht auf die Mutterschaft verändert?

Samara: Es war eine enorme Lernkurve. Am Anfang war ich so streng mit mir selbst und dachte ich müsste alles perfekt machen. Aber ich habe gelernt, freundlicher zu mir selbst zu sein und zu erkennen, das Stillen nur ein Teil des Ganzen ist. Es ist okay, Hilfe zu brauchen und Pausen einzulegen - ich wünschte ich hätte das früher verstanden. 

F: Gibt es etwas das du gerne vor alle dem gewusst hättest?

Samara: Sehr viel. Ich hatte keine Ahnung, wie intensiv das Stillen sein würde. an hört ja darüber, aber wirklich verstehen tut man es erst, wenn man mittendrin ist. Es ist wie ein großes Mysterium, und plötzlich wird man da hineingeworfen und merkt, wie herausfordernt es eigentlich ist. Der Schmerz, der Stress, die Lernkurve - das ist viel mehr, als einfach " sich daran zu gewöhnen". Ich wünschte, ich hätte von Anfan an freundlicher zu mir selbst sein können. 

F: Wie hast du das emotionale Last davon ausgehalten?

Samara: Es war sehr belastend, besonders, weil mein Freund nicht die gelichen Herausforderungen durchleben konnte. Es gab definitiv Momente, in denen ich mich isoliert und ängstlich fühlte. Die emotionale Seite des Stillens kann man einfahc nicht vorhersehen, bis man selbst darin steckt. Es ist hart, und ich musste lernen,damit alleine klarzukommen. 

F: An wen hast du dich gewendet, wenn du eine Unterstützung brauchtest?

Samara: Ich habe viel online recherchiert, und es gab einige Instagram-Profile, die mir wirklich geholfen haben. Aber es ist schwer, weil jeder unterschiedliche Ratschläge gibt und man herausfiltern muss, was für einen selbst funktioniert. Ich bekam widersprüchliche Informationen zu Themen wie Brustmassage und Umgang mit Überproduktion, also war es viel Versuch und Irrtum. 

F: Welchen Rat würdest du frisch gebackenen Eltern  geben?

Samara: Sei sanft zu dir selbst und offen für verschiedene Ansätze. Jede Stillreise ist einzigartig, und es gibt kein patentrezept. Mach dich nicht fertig, wenn etwas nicht nach Plan läuft, und erlaube dir, den Kurs zu ändern, wenn du es brauchst. Die ersten Tage sind schon hart genug, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.